Biografie

Ich verstehe gar nichts von Pferden. Trotzdem durfte ich mal bei einem Spaziergang auf Merlin, dem braunen Araberwallach meiner Schwester, sitzen. Das war einfach, da er ohne Nervosität dahin schritt, wo er hin wollte. Wir schwiegen und ich verstand, dass ich in dieser 2er-Herde nicht für die Rolle des Leittiers vorgesehen war. Aber ich bin ja auch nicht Sabine Schreek, sondern ihr Bruder Ulrich Schreek, der diese Biographie verfasst hat.

Tierarzthelferin, MTA und Pferdespezialistin

Sabine Schreek ist ausgebildete Tierarzthelferin und Medizinisch-Technische Assistentin in der Forschung. Im Bereich Training mit Pferden erweitert sie seit vielen Jahren ihre fachliche Kompetenz, indem sie sich laufend weiterbildet. In TTEAM Kursen wurde sie in Reiten und Bodenarbeit ausgebildet. Ihr Interesse an außergewöhnlicheren Themen bewies sie durch Kursteilnahmen in zirzensischen Lektionen und telepathischer Tierkommunikation.

Mit Auszeichnung absolvierte sie die Ausbildung zur Persönlichkeitstrainerin für Mensch und Pferd (Basic-Coach) beim Pegasus-Projekt®. Dort arbeitete sie nach der Ausbildung als Co-Trainerin. Einen hohen Stellenwert nimmt bei ihr eine pferdegerechte Reitweise ein. Deshalb sind ihr regelmäßige Besuche von Veranstaltungen am “Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten (ARR®)” sowie Unterricht in der Klassisch Barocken Reitweise bei Maren Schulze sehr wichtig.

Unterrichten aus Passion

Es freut mich, dass sie so viel weiß. Sie hat es ja mit viel Energie und Freude gelernt. Wenn ich ihr beim Unterrichten zuschaue, beeindrucken mich aber andere Dinge, insbesondere ihre Leidenschaft bei der Sache. Meine Schwester möchte ihr Wissen weitergeben, weil sie weiß, dass sie helfen kann. Sie findet klare Worte, bei denen das Zuhören spannend ist. Ihre Motivation ist sehr hoch, weil es eine Herzenssache ist. Denn ihre Entscheidung, Kurse anzubieten, war keine Berufswahl.

Überraschend sind auch die Reaktionen der Kursteilnehmer. Es sind nicht wenige, die schon sehr viel länger mit Pferden zu tun haben als Sabine selber. Umso erstaunter sind sie, dass sich nach so vielen Jahren im Umgang mit dem eigenen Pferd doch noch etwas verändern lässt. Besonders beeindruckend fand ich das Beispiel einer Frau, die nach einem Kurs kein Problem mehr hatte ihr Pferd von der Weide zu holen. Vorher war sie an der Weide von ihrem Pferd stets mit demonstrativem Desinteresse und Weglaufen abgekanzelt worden.

Lernen ohne Zwang und Schuldzuweisungen

Und dann ist da noch der Ablauf der Kurse. Am Anfang ist alles recht offen. Erst möchte Sabine die Kursteilnehmer kennen lernen. Ein Ansatz ist jedoch unveränderlich: Es wird nicht versucht, das Pferd umzuerziehen. Das ist ja auch bei Menschen kein Erfolg versprechender Weg. Mir gefällt sehr gut, dass sie von den Teilnehmern verlangt, nur auf sich selbst zu schauen. Schuldzuweisungen an das Pferd sind dabei kein Thema. Hoffen Sie also nicht, dass Ihrem eigenwilligen Tier hier mit der Gerte die Flausen ausgetrieben werden.

Ulrich Schreek